| Studiendesign
Der für
die MONARETH-Studie gewählte Anwendungsbereich
ist ein medizinisches Arbeitsfeld, in
dem neben den Standardbehandlungen mit
zusätzlicher elektromagnetischer
Feldapplikation (geeignete Gerätetechnik/Feldparameter
vorausgesetzt) gute bis sehr gute Therapieerfolge
zu erwarten waren.
Für das Studiendesign bei Magnetfeldanwendungen
gibt es keine nationalen oder internationalen
Koordinierungen und Standardisierungen.
Es
handelt sich hier um eine multizentrische
placebokontrollierte Feldstudie zur Wirkung
von pulsierenden elektromagnetischen Gleichfeldern
als Mono- oder Begleittherapie bei Probanden
mit Schlafstörungen.
In Anwendung
des Pittsburgher Schlafqualitätsindex
wurden aus 19 Selbstbeurteilungsfragen
folgende 7 Komponenten erfasst:
-
subjektive Schlafqualität,
- Schlaflatenz,
- Schlafdauer,
- Schlafeffizienz,
- Schlafstörungen,
- Schlafmittelkonsum
- Tagesmüdigkeit.
Für
diese Feldstudie wurde eine Anzahl von
50 - 60 Probanden angestrebt.
Die Probanden wurden unter Beibehaltung
aller laufenden Standardtherapien und
Schlafgewohnheiten randomisiert mit pulsierenden
Gleichfeldern oder ohne begleitende Magnetfeldapplikation
("Placebo"Magnetfeld) behandelt.
Die
Magnetfeldapplikation erfolgte mit dem
Gerät "Dream Medi 7500",
welches im Kopfbereich des schlafenden
Probanden platziert wurde. Dabei wurden
ausschließlich EEG-Frequenzverläufe,
basierend aus den Erkenntnissen von Schlafphasenbereichen,
appliziert. Die applizierten pulsierenden
elektromagnetischen Gleichfelder waren
in den Parametern Feldgeometrie und Feldstärke
dem natürlichen Erdmagnetfeld angepasst.
Die technischen
Parameter liegen nach Angaben des Herstellers
Fa. OKM Ortungstechnik Krauß &
Müller GmbH in natürlichen Erdmagnetfeld-Bereichen,
so dass Sicherheit, Wohlergehen und Menschenrechte
der Probanden nicht gefährdet werden
können.
Auswahlkriterien
Die an die
Probanden gestellten Anforderungen sind
aus den nachfolgend aufgeführten
Kriterien ersichtlich.
Einschlusskriterien:
•
Die Patienten mussten zwischen 18 und
80 Jahre alt sein.
•
Die Patienten mussten mindestens seit
drei Monaten und in mindestens drei Nächten
pro Woche an Einschlaf- oder Durchschlafstörungen
leiden.
•
Die Patienten mussten während der
gesamten Studiendauer ihre normale
Therapieweiterführen. Multivitaminpräparate
und vor Studienbeginn enutzte anderweitige
Dauertherapien galten als Erhaltungstherapien
und waren ein Ausschlusskriterium.
•
Die Patienten mussten während der
gesamten Studiendauer ihre gewohnten Wohn-
und Lebensverhältnisse aufrechterhalten
und durften innerhalb der letzten 4 Wochen
vor Studienbeginn nicht in eine andere
Wohn- und Schlafumgebung gezogen sein.
•
Bei Patienten, die narkotische Analgetika,
hypnotische Sedativa, Tranquilizer oder
Anticholerika einnahmen, durfte ab den
letzten sechs Tagen vor Studienbeginn
keine Dosisveränderung stattgefunden
haben.
•
Die Patienten durften ab dem letzten Monat
vor Studienbeginn keine als
Drogen eingestuften Mittel in irgendeiner
Form zu sich genommen haben und mussten
einverstanden sein, dies auch nicht während
der gesamten Studiendauer zu tun. Die
neben der Magnetfeldstimulation angewandten
Therapien und Medikationen mussten dokumentiert
sein.
•
Die Patienten sollten während der
Studiendauer mindestens ½ l Wasser
täglich mehr trinken.
•
Die Patienten mussten den Aufklärungsbogen
unterschrieben haben.
Ausschlusskriterien:
Folgende
Patientengruppen wurden als Probanden
ausgeschlossen:
•
Patienten mit Begleiterkrankungen wie
akuten schweren Infektionen, die eine
adäquate Beurteilung von Therapieerfolg
und Nebenwirkungen nicht zulassen;
• Patienten mit elektronischen Implantaten
(Herzschrittmacher);
• Patienten mit Krebserkrankungen;
• Patienten, die an AIDS erkrankt
sind;
• Patienten, die Drogen nehmen,
einschließlich Alkoholiker;
• Patienten mit klinisch signifikanten,
im EKG dokumentierten Herzarrhythmien;
• Patienten mit klinisch manifestierter
Koronararteriosklerose;
• Patienten mit organisch oder medikamentenbedingten
Schlafstörungen;
• Schwangere und stillende Mütter;
• Diabetiker;
• Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion;
• Epileptiker;
• Patienten, die in direkten Einflugschneisen
von Flughäfen wohnen.
Abbruchkriterien:
Da international
bisher keine klinisch relevanten Nebenwirkungen
oder Unverträglichkeiten der Magnetfeldtherapie
(Gleichfeld) bekannt geworden sind, musste
die Abbruchentscheidung der Zusatztherapie
jedem Arzt auf Grund von Befindlichkeiten
des konkreten Probandenen überlassen
werden.
Ebenso
konnte jeder Proband auf eigenen Wunsch
jederzeit und ohne Angabe von Gründen
und irgendwelcher Konsequenzen abbrechen.
Studienärzte
An der Studie
nahmen nur solche Ärzte teil, die
bereits mindestens über 1 Jahr begleitende
Therapie - Erfahrung mit Magnetfeldsystemen
und eine entsprechende Patientenzahl zur
Studienindikation verfügten.
Alle
Studienärzte verpflichteten sich,
das Studiendesign einzuhalten und die
entsprechende Zusammenfassung der Ergebnisse
bezüglich Ihrer Probanden zu dokumentieren
und an das Studienmanagement unterschrieben
zu übergeben. Die Originalunterlagen
liegen beim Studienmanagement vor.
An der Studie
beteiligten sich insgesamt 9 Studienärzte
folgender medizinischer Fachbereiche:
• Allgemeinmedizin,
• Innere Medizin,
• HNO,
• Orthopädie,
• Physikalische und Rehabilitative
Medizin.
Alle Studienärzte
sind in eigener Praxisniederlassung tätig,
wobei die Arztpraxen in den folgenden
fünf Ländern der Bundesrepublik
Deutschland ansässig sind:
• Berlin
• Hessen • Sachsen •
Sachsen-Anhalt • Thüringen.
Studiendurchführung
Im Zeitraum November 2005
bis Dezember 2006 wurden insgesamt 59
Probanden in 8 Arztpraxen in 5 Bundesländern
beobachtet. Die Auswahl der Probanden
trafen die beteiligten Studienärzte
aus dem eigenen Patientenklientel auf
Grund der individuellen Situation der
Patienten und innerhalb der vorgegebenen
Auswahlkriterien. Die Rekrutierung der
Probanden erfolgte also über die
Hausarztmedizin grundsätzlich aus
dem normalen Behandlungsalltag und auf
Basis der Freiwilligkeit.
Die
Studienärzte führten mit allen
Probanden protokollierte Aufklärungsgespräche
durch und unterwiesen die Probanden sowohl
in der Führung der erforderlichen
Schlafprotokolle als auch in der Bedienung
und Anwendung der zum Einsatz kommenden
Geräte „Dream Medi 7500“.
Jeder Studienarzt
verfügte für die Studie über
optisch völlig gleiche Geräte.
Das bedeutet, dass in jeder Probandengruppe
Geräte mit völlig korrekten
Funktionsanzeigen eingesetzt wurden, wobei
aber nur ein bestimmter Anteil davon auch
wirklich einen Feldaufbau bewirkte. Insgesamt
kamen ca. 20 % Geräte mit "Placebo-Magnetfeld"
zum Einsatz, die auf die verschiedenen
Probandengruppen verteilt wurden.
Weder
der Studienarzt noch der Proband konnten
wissen, was für ein Gerät zum
Einsatz kam.
Neben der
üblichen medizinischen Anamnese kamen
qualifizierte Schlafprotokolle und auch
individuelle Fragebögen zur Anwendung.
Die
Beobachtungsphase ging insgesamt jeweils
über 4 Wochen. Die Studienärzte
befragten zunächst die Probanden
zu Beginn der Studie und erfassten den
Pittsburgher Schlafqualitätsindex
(PSQI) durch Auswertung des Schlafqualitäts-fragebogens.
Es folgte dann eine Phase über 2
Wochen mit qualifizierter Schlafprotokollführung
ohne Stimulation.
Daran anschließend
wurde 2 weitere Wochen mit dem Gerät
"Dream Medi 7500" stimuliert
und ebenfalls ein qualifiziertes Schlafprotokoll
geführt.
Im
Anschluss an diese zweite Phase erfassten
die Studienärzte erneut den Pittsburger
Schlafqualitätsindex (PSQI) durch
Auswertung des Schlafqualitätsfragebogens.
Die Studienärzte
erfassten also die PSQI mit Hilfe des
Schlafqualitätsfragebogens und der
Auswertung des Fragebogens durch Befragung
der Patienten jeweils nach 14 Tagen ohne
und 14 Tagen mit dem Gerät „Dream
Medi 7500“.
Die
daraus resultierenden Studienprotokolle
wurden an das Studienmanagement des MONAREM
Institutes übergeben. Hier wurden
die Daten zusammengefasst und die Studienergebnisse
ausgewertet.
Studienergebnisse
Es gingen
von 8 Studienärzten die Auswertungen
ein. Von den 59 eingereichten Unterlagen
sind 54 auswertbar, 5 Fälle sind
Abbrüche.
In der Versuchsgruppe
trat von insgesamt 44 Probanden eine Verbesserung
bei 34 ein.
Das entspricht einem positiven
Ergebnis von 77,27 %.
Davon waren 19 deutliche Verbesserungen,
entsprechend 43,18 %
und 15 leichte Verbesserungen, entsprechend
34,09 %.
In 2 Fällen gab es keine Veränderung,
in 8 Fällen traten Verschlechterungen
ein, darunter 4x leicht schlechter, 4x
deutlich schlechter.
In der Placebogruppe gab
es 6 Verbesserungen ( 4 deutlich besser,
2 leicht besser) und 1 leichte Verschlechterung.
Bei 3 Probanden traten keine Veränderungen
auf.
Auswertung
nach Alter und Geschlecht:
Eine Aufschlüsselung
nach Alter oder Geschlecht erbringt fast
gleichlautende Ergebnisse:
von
15 Probanden unter 50 Jahre liegt bei
12 eine Verbesserung vor, von 29 Probanden
über 50 Jahre gibt es Verbesserungen
bei 23 Probanden von 30 weiblichen Probanden
gibt es bei 24 eine Verbesserung, von
14 männlichen Probanden eine Verbesserung
bei 11 Probanden.
Auswertung nach
sozialen Gruppen:
Ebenfalls
bestätigt wird das Ergebnis, wenn
man die Beschäftigungsstruktur betrachtet.
Von
17 Angestellten trat bei 15 eine Verbesserung
ein (88,23 %);
von 10 Rentnern trat bei 7 eine Verbesserung
ein (70 %).
Dieses gute
Ergebnis bei Rentnern, deren Schlafstörungen
häufig auch dadurch bedingt sind,
dass ihnen feste Abläufe und Leistungsabforderungen
fehlen, ist besonders gut zu bewerten.
5
Probanden sind beruflich selbständig
und hier trat bei allen 5 eine Verbesserung
ein.
Das ist ein überdurchschnittlich
gutes Ergebnis.
Einer der Probanden stand bereits vor
der Aufgabe seines Geschäftes und
kann jetzt wieder in vollem Umfang seinen
Aufgaben nachgehen.
Auswertung der einzelnen
PSQI-Komponenten:
Betrachtet
man die Veränderungen, bezogen auf
die einzelnen PSQI-Komponenten, so ergibt
sich folgendes Bild:
Am häufigsten
verbesserten sich die Schlafqualität
bei 47,72 % und die Schlafdauer bei 45,45
% der Probanden.
Die Schlafeffizienz
verbesserte sich bei 43,18 %, die Tagesmüdigkeit
bei 41,86 % und die Schlaflatenz bei 40,91
% der Probanden. Weniger Schlafstörungen
traten bei 32,56 % der Probanden auf.
Interessante
Hinweise gibt es auch, wenn man die –
scheinbar geringe – Wirkung im Bereich
der Ursachen für Schlafstörungen
genauer hinterfragt.
Von 30 Probanden,
die angaben, wegen sonstiger Probleme,
d.h. in erster Linie wegen innerer Unruhe
und Sorgen, schlecht schlafen zu können,
gab es bei 18 eine Verbesserung ( 60 %
).
Also ein deutlich gutes Ergebnis.
29 Probanden gaben Schmerzen als Grund
an:
Von diesen
bestätigten 16 Probanden ( 55,17
% ) eine Verbesserung, wobei meist keine
Schmerzen mehr auftraten.
10 Probanden
gaben vor der Nutzung des „Dream
Medi 7500“ Atembeschwerden als Grund
für ihre Schlafstörungen an:
von diesen
hatten dann 7 ( 70 % ) diese Probleme
nicht mehr.
Von 13 Probanden
in der Versuchsgruppe, bei denen Schlafmittelkonsum
ausgewiesen wurde, kamen danach 10 mit
weniger (4 – 30,77 %) oder ganz
(6 – 46,15 %) ohne Schlafmittel
aus, insgesamt also eine Verbesserung
76,92 %.
Hinweise
zu einzelnen Ausgangsdiagnosen:
Es war nicht
Inhalt dieser Feldstudie, detailliert
auf einzelne Ausgangsdiagnosen einzugehen.
Deshalb ergeht hier nur der Hinweis auf
einige positive Aspekte:
So trat z.
B. bei Schlafstörungen auf Grund
von Schmerzfaktoren eine Verbesserung
von 80 % ein.
Bei Insomie
tritt Verbesserung bei 66,66 % ein, bei
Hypertonie bei 57,14 % und bei Cervical-
und/oder Lumbalsyndrom sogar bei 100 %
der Probanden.
Bei Schlafstörungen
ohne weitere Angaben liegt ebenfalls eine
Verbesserung von 100 % vor.
Zusammenfassung:
Es handelte
sich hier um eine Feldstudie und auf Grund
der hier vorgestellten überzeugenden
Ergebnisse kann die Grundaussage getroffen
werden, dass das Gerät „Dream
Medi 7500“ bei dem überwiegenden
Teil der Probanden eine positive Auswirkung
auf das Schlafverhalten hatte, und dies
ohne jegliche Nebenwirkungen.
Die Testphase
wurde nach Abstimmung mit den Studienärzten
auf 2 Wochen ohne und 2 Wochen mit „Dream
Medi 7500“ festgelegt, um sicherzustellen,
dass sich die Probanden freiwillig der
Testphase unterwerfen und die Studienprotokolle
gewissenhaft führen.
Wie die Ergebnisse
beweisen, sind auch solche Nebenzielkriterien
wie die Herabsetzung des Medikamentenbedarfs
und die Verbesserung der Lebensqualität
der Patienten eindeutig erreicht worden.
Betrachtet man, welche Ergebnisse bereits
nach 14 Tagen eintraten, so ist tendenziell
auch zu erwarten, dass sich die Behandlungszeiten
im Bereich der Schlafstörungen bei
längerer Anwendung deutlich verringern
könnten.
Besonders positiv
fällt auf:
In
keinem Protokoll gibt es Hinweise zu Nebenwirkungen;
ein einziger Proband hatte zu Beginn der
Nutzung des „Dream Medi 7500“
Kopfschmerzen, die aber im weiteren Verlauf
wieder verschwanden.
Bei einem Probanden (Nr. 37; leidet unter
Restless legs) traten während der
Testphase erwartungsgemäß zunächst
Verschlechterungen auf. Mit zeitlicher
Verzögerung traten jedoch im Vergleich
zum Zeitpunkt des Studienbeginns Verbesserungen
auf, die der Proband selbst als Spätwirkung
der Behandlung mit dem „Dream Medi
7500“ einschätzt.
Für
die Probanden war wichtig, dass der Test
unter angenehmen Bedingungen in gewohnter
Umgebung stattfand. Insbesondere die eventuelle
Angst mancher Probanden vor „elektrischen“
Geräten wurde minimiert oder erst
gar nicht aufgebaut, da keinerlei Verbindungen
mit Kabeln und Elektroden zwischen Proband
und Gerät nötig sind.
Auch dies spricht für die gute Eignung
dieser Methode bei Schlafstörungen.
Da
das Gerät keine Nebenwirkungen verursachte,
ist es nach unserer Auffassung für
die Anwendung auch ohne ständige
ärztliche Betreuung geeignet, zumal
natürliche (also dem Erdmagnetfeld
angepasste) Feldbedingungen und Feldstärken
zur Anwendung kamen und die verwendeten
Frequenzen im EEG-Bereich lagen, also
physiologischer Natur waren.
Wegen der
überaus positiven Ergebnisse empfehlen
wir auch weiterführende Untersuchungen
unter Hinzuziehung von Schlafexperten,
um diese Methode neben der Anwendung durch
private Nutzer ggf. auch in der Schlafmedizin
zu etablieren.
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